Sachwertanlagen im Wandel: Was bleibt, was kommt
Jürgen Braatz · 9. April 2026
Sachwertanlagen im Wandel
Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleite ich die Sachwertinvestment-Branche — als Kommunikationsberater, als Veranstalter, als Beobachter. In dieser Zeit hat sich vieles veraendert. Manches zum Besseren, manches nicht.
Was geblieben ist
Die Grundidee der Sachwertanlage ist unveraendert stark: reale Werte, greifbare Investments, langfristige Perspektiven. Das war 2004 richtig, als wir den ersten Fondsrating-Tag in Hamburg veranstalteten, und es ist heute nicht weniger richtig.
Was sich ebenfalls nicht veraendert hat: der Bedarf an persoenlichem Austausch. Digitale Formate ergaenzen, aber sie ersetzen nicht das Gespraech unter vier Augen.
Was sich veraendert hat
Die Regulierung hat die Branche grundlegend umgebaut. Das KAGB, die BaFin-Aufsicht, die Professionalisierung — all das war ueberfaellig und hat dem Markt gutgetan. Gleichzeitig sind die Huelden hoeher geworden, die Kosten gestiegen, und manche Anbieter haben den Weg nicht mitgehen koennen.
Was kommt
Drei Themen werden die naechsten Jahre praegen:
- ESG und Nachhaltigkeit — nicht als Marketing-Label, sondern als echte Anforderung an Produkte und Prozesse
- Digitalisierung des Vertriebs — neue Wege zu Anlegern, neue Plattformen, neue Erwartungen
- Generationswechsel — sowohl bei Anlegern als auch bei Beratern und Fondsmanagern
Die Branche hat sich immer dann am besten entwickelt, wenn sie offen war fuer Veraenderung — ohne ihre Substanz aufzugeben.
Ich bin gespannt auf die naechsten Kapitel. Und ich freue mich darauf, sie weiterhin zu begleiten.